Pantothensäure wird zu den B-Vitaminen gezählt und auch als Vitamin B5 bezeichnet. Der Name Pantothensäure leitet sich von dem griechischen Wort pantothen, was überall bedeutet, ab und drückt aus, dass die Säure in sehr vielen Lebensmitteln zu finden ist. Aufgrund des häufigen Auftretens des Vitamins in den verschiedensten Nahrungsmitteln ist ein Mangel an Pantothensäure selten. Entdeckt wurde das Vitamin im Jahr 1931.
In Lebensmitteln kommt Pantothensäure meist in gebundener Form, als Bestandteil des Coenzym A, vor. Der Organismus setzt aus dem Coenzym das Vitamin frei und nimmt es als Pantothensäure oder Pantethein auf. Über welche Mechanismen diese Resorption der beiden Stoffe Pantothensäure und Pantethein genau abläuft ist bisher nicht bekannt.
Es wird vermutet, dass ein aktiver, carrier-vermittelter Transport, der von Natriumkationen abhängig ist, neben passiver Diffusion für die Aufnahme verantwortlich ist. Ausgeschieden wird das Vitamin über den Urin, hier unverändert als Pantothensäure oder 4-Phosphopantothenat. Ca. 15% der Pantothensäure werden als CO2 abgeatmet oder erscheinen im Stuhl. Überschüssige Pantothensäure wird überwiegend renal (über die Nieren) ausgeschieden. Die Ausscheidung ist stark von der aufgenommenen Menge des Vitamins abhängig.
Pantothensäure spielt eine zentrale Rolle im Intermediärstoffwechsel (Zwischenstoffwechsel), in dem es hauptsächlich als Bestandteil des Coenzym A und des Fettsäuresynthetase-Komplexes (Enzym-Komplex bei Aufbau und Umsetzung von Fettsäuren) zu finden ist. Das Coenzym A ist vor allem für die Übertragung von Acylgruppen verantwortlich. Das Vitamin trägt zur Herstellung von verschiedenen Neurotransmittern (chem. Botenstoffe, die Reize von Nervenzelle zu Nervenzelle übertragen, wie z.B. Serotonin), Kohlehydraten, Cholesterin, Hämoglobin und der Vitamine A und D bei.
Ein Mangel an Pantothensäure ist selten anzutreffen, da das Vitamin, wie der Name vermuten lässt, in sehr vielen Lebensmitteln enthalten ist. Es gibt jedoch Risikogruppen, wie beispielsweise Alkoholiker, Diabetiker, Dialysepatienten und Darmkranke, bei denen ein Mangel sehr viel häufiger beobachtet wird. Tritt ein schwerer Pantothensäuremangel auf, geht er mit ihm folgende Symptomen einher: Depressionen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, taube oder schmerzende Muskeln, Anämie, Immunschwächen und Magenschmerzen. Wie bei jedem B-Vitaminmangel ist der Mangel an Pantothensäure allein relativ unwahrscheinlich, sondern wird meist von anderen Vitamin-B-Mängeln begleitet.
Pantothensäure kommt, wie schon mehrmals erwähnt, in sehr vielen Nahrungsmitteln vor. In besonders hohen Konzentrationen jedoch in tierischen Lebensmitteln in: Leber, Hering, Rind- und Schweinefleisch, Hühnereiern und Milch. Bei pflanzlichen Lebensmitteln weisen Haferflocken, Vollkornweizen, Nüsse, Reis, Apfelsinen, Melonen und Tomaten höhere Mengen an Pantothensäure auf.
Der Tagesbedarf an Pantothensäure liegt bei 6 mg, wobei es sich bei diesem Wert um einen geschätzen handelt, da bisher keine Erhebungen zum täglichen Bedarf des Vitamins vorliegen. Eine Zufuhr von 6 mg sollte normalerweise über eine ausgewogene Ernährung erreicht werden, wobei bei der Errechnung der täglichen Zufuhr oft von großzügig bemessenen Werten ausgegangen wird.
Bisher wurden keine durch Überdosierung bedingte Symptome festgestellt. Außerdem ergaben Untersuchungen, dass selbst höhere Dosierungen als die emphohlene Tageszufuhr zu keinen Schäden bei den Probanden führten.
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