Allgemeines:

- Was sind Vitamine, was bewirken sie und wozu sind sie gut?
- Ist der Bedarf bei heutiger Ernährung (u.a. Fast Food) zu decken?
- Worauf müssen Vegetarier und Veganer achten?

Vitamine:

- Vitamin A (Retinol)
- Vitamin B1 (Thiamin)
- Vitamin B2 (Riboflavin)
- Niacin (Vitamin B3 / Nikotinsäure)
- Pantothensäure (Vitamin B5)
- Vitamin B6 (Pyridoxin)
- Folsäure (Vitamin B11 / Folat)
- Vitamin B12 (Cobalamin)
- Vitamin C (Ascorbinsäure)
- Vitamin D (Calciferol)
- Vitamin E (Tocopherol)
- Biotin (fälschlich "Vitamin H")
- Vitamin K (Phyllochinon)




Was Vitamine sind, was sie bewirken und wozu sie gut sind:

Vitamine sind lebenswichtige, kohlenstoffhaltige, chemische Verbindungen, die der Organismus nicht selbst bilden kann. Deshalb müssen Vitamine in kleinsten Mengen über die Nahrung dem Körper zugeführt werden. Alle Vitamine übernehmen im Körper wichtige Funktionen bei diversen Stoffwechselreaktionen. Ohne Sie würde unser Körper nicht funktionieren. Bei nicht ausreichender Versorgung mit Vitaminen (Hypovitaminose) über die Nahrung kommt es, nach dem Aufbrauchen der köpereigenen Vitaminreserven, zu Fehlern im Stoffwechsel, an dem die Vitamine sehr stark beteiligt sind. Sind die Vitaminreserven eines bestimmten Vitamins komplett (Avitaminose) aufgebraucht, kommt es zu schwerwiegenden Krankheiten. Tritt eine Avitaminose mehrerer Vitamine auf und dem Körper werden keine Vitamine mehr zugeführt, stirbt der Mensch. Eine Überversorgung (Hypervitaminose) ist dagegen nur in sehr seltenen Fällen zu erreichen und auch nur sehr vereinzelt gefährlich. Wenn Sie mehr über die Wirkung und Funktion der einzelnen Vitamine oder andere Informationen zu einem bestimmten Vitamin benötigen, so lesen Sie sich bitte den entsprechenden Text auf dieser Seite durch.

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Vitamine und ihr Weg über die Nahrung in den Körper

Viele Vitamine reagieren sensibel auf äußere Einflüsse, wie z.B. Licht, Hitze, Chemikalien, usw. Daher wird der Gehalt an Vitaminen in Abhängigkeit von der Art der Zubereitung bestimmter vitaminhaltiger Lebensmittel häufig stark vermindert.
Durch kurzes Kochen und Einfrieren der Lebensmittel, z.B einer Gemüsesorte, wird die Konzentration der Vitamine in den entsprechenden Lebensmitteln nicht stark beeinflusst. Werden die Lebensmittel jedoch länger (z.B. länger als 7 Minuten) gekocht oder über längere Zeit eingefroren, kann sich die Vitaminkonzentration in der Nahrung stark vermindern. Negativ wirkt sich zudem aus, wenn die besonders vitaminreichen Teile des Lebensmittels entfernt werden, wie z.B. die äußeren Schichten des Getreidekorns bei der Weißmehlherstellung oder das Schälen eines Apfels oder einer Kartoffel.
Verursacht durch eine einseitige Ernährung vor allem durch Fast Food, welches immer mehr an Einfluss auch auf die deutsche oder allgemein die europäische Gesellschaft gewinnt, treten immer häufiger leichte bis mittelschwere Unterversorgungen an bestimmten Vitaminen auf.
Eine zusätzliche Zufuhr in Form von Vitaminpräparaten ist daher öfter nötig als viele Menschen denken. Da diese Präparate normalerweise harmlos sind und bei einer einseitigen oder unzureichenden Ernährung mit geringer Vitaminzufuhr, nur nützen können, sind sie prinzipiell nicht abzulehnen. Auf eine ausgewogene Ernährung zu achten ist heutzutage recht schwierig geworden. Den Körper in ausreichender Form mit Vitaminen zu versorgen heißt nicht selten die Nahrung komplett umzustellen. Wer dazu, aus welchen Gründen auch immer, nicht bereit ist, sollte sich gut überlegen, ob er nicht zusätlich zu seiner derzeitigen Ernährung, bestimmte Nahrungsupplemente (supplementieren=ergänzen) zu sich nehmen sollte. Weiterhin ist zu überlegen, ob man ein Multivitaminpräparat verwendet, oder die Präparate direkt auf seine Ernährungsgewohnheiten abstimmt. Isst man z.B. wenig Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder generell wenig Tierfleisch und andere Tierprodukte, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper zu wenig Vitamin A, B-Vitamine und Vitamin D bekommt, stark an. Ob man zusätzlich noch andere Vitamine zu sich nehmen muss verrät z.B. eine Vitalstoffanalyse.
Wichtig ist es jedoch, ein Lebensmittel nicht nur allein nach dem Gehalt an Vitaminen zu beurteilen, da z.B. Leber wohl eines der vitaminreichsten Lebensmittel ist, aber auch eine hohe Schadstoffbelastung aufweisen kann, wenn sie von älteren oder unter schlechten Bedingungen aufgewachsen Tieren stammt.
Manche Vitamine werden auch im Darm von Bakterien gebildet, allerdings trägt die Menge, im Verhältnis zur Menge, die über die Nahrung aufgenommen wird, fast gar nicht zur Versorgung bei. Mangelzustände kommen noch öfter dann vor, wenn bestimmte Krankheiten vorliegen (Darmerkrankungen, Alkoholismus, usw.) oder Medikamente eingenommen werden, die den Bedarf erhöhen oder die Aufnahme aus den Lebensmitteln verschlechtern. Vor allem hier und auch bei Schwangerschaft, Stillzeit und Rekonvaleszenz ist der Bedarf an bestimmten Vitaminen erhöht und die Einnahme der kritischen Vitamine über die Nahrung reicht oft nicht aus und die Zufuhr der Vitamine, die fehlen, sollte, im Hinblick auf die eigene Gesundheit, über die entsprechenden Vitaminpräparate erfolgen.
Aber auch bei "Normalsterblichen" mit "normaler" Ernährung kann es zu, dann jedoch meist harmlosen, also nicht so stark ausgeprägten Unterversorgungen kommen, wovon Raucher jedoch viel öfter betroffen sind. Da eine Überversorgung mit Vitaminen bzw. eine Vitaminvergiftung in den allerseltensten Fällen zu erreichen ist, kann es nicht schaden einfach mal ein bestimmtes Vitaminpräparat, z.B. ein Multivitaminpräparat, auszuprobieren oder ein, auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes Präparat zu testen. Viele Menschen können sich nach einer oder mehreren Wochen der Einnahme besser konzentrieren, fühlen sich wohler und fitter, sind ausgeglichener, sind weniger oft müde... Die Aufzählung ließe sich noch um etliche Punkte erweitern. Auffällig ist jedoch, dass bei einer großen Zahl Menschen das Lebensgefühl aufgebessert werden konnte. Es lohnt sich also allemal auch für nicht kranke Menschen ein oder mehrere verschiedene, oder bestenfalls ein "maßgeschneidertes" Präparat, auszuprobieren. Falls man keine Verbesserung verspürt, kann man immernoch die Einnahme abbrechen ohne Angst vor irgendwelchen Entzugserscheinungen oder sonstigem zu haben. Wer widerum eine Verbesserung merkt, kann das betreffende Präparat weiterhin einnehmen und die positive Wirkung, ohne Angst vor irgendwelchen Gefahren oder Nebenwirkungen haben zu müssen, zu seinem Vorteil ausnutzen und genießen.

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Worauf Vegetarier und Veganer achten müssen:

Vegetarier müssen alle Vitamine, die nur oder nur in ausreichender Dosis in tierischem Fleisch oder Fisch enthalten sind aus anderen Nahrungsquellen beziehen. So sind z.B. Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12 und Vitamin D größtenteils in tierischen Produkten enthalten und stehen daher Vegetariern fast immer in ungenügender Form zur Verfügung.
Vegetarier sollten also darauf achten, dass sie den täglichen Bedarf dieser Vitamine vollständig decken, bestenfalls sogar um ein wenig überschreiten, da die DGE die Mindestwerte ja wahrscheinlich ziemlich gering hält. Dies ist z.B. durch Vitamin B-Komplex-Präpatate gut zu erreichen, wobei bei der Einnahme eins solchen Supplementes immer noch Vitamin A und Vitamin D im Körper in ungenügender Konzentration vorhanden sind. Ein entsprechendes Supplement, das diese Vitamine dem Körper zufügt wird empfohlen.
Veganer sollten dieselben Vitamine wie Vegetarier in noch, um ein Vielfaches erhöhter Dosierung, ergänzend zu der "normalen" Nahrung dem Körper durch entsprechende, teils individuell auf die einzelne Person abgestimmte, Präparate zuführen. Veganern fehlt es normalerweise an relativ vielen Vitaminen in ausreichender Dosis.
So sind Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B11, Vitamin B12 und Vitamin D bei Veganern sehr häufig Mangelware. Veganern bleibt so gut wie immer nichts anderes über, als die entsprechenden Vitamine über Nahrungsergänzungspräparate zu sich zu nehmen oder eine, mitunter starke, Beeinträchtigung der Gesundheit in Kauf zu nehmen.

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Vitamin A

Vitamin A, entdeckt im Jahr 1909, trägt den chemischen Namen Retinol und kommt in Lebensmitteln wie Leber Lebertran und Fisch vor. Der tägliche Bedarf an Vitamin A beträgt 1,1 mg. Retinol/Vitamin A kann auch aus dem Provitamin Beta Carotin, welches besonders in Karotten und Paprika enthalten ist.
Im Körper übernimmt Vitamin A Aufgaben, die mit dem Sehprozess verbunden sind. So ist es am Zellwachstum von Epithelzellen und vor allem auch der Zellen der Hornhaut des Auges beteiligt.
Bei Unterversorgung mit Vitamin A (A-Hypovitaminose oder schwerwiegender A-Avitaminose=völliges Fehlen des Retionols) können Nachtblindheit und Hornhauttrübungen (Keratomalazie) auftreten.

Chemische Formeln des Retinols (Vitamin A):

- Strukturformel:
Vitamin-A

- Summenformel: C14(CH3)5CH2OH

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Nahrungsergänzungsmittel mit 8.300 I.E. natürlichem Vitamin-A-Äquivalent je Kapsel


Vitamin B1

Thiamin, umgangssprachlich Vitamin B1 genannt wurde im Jahr 1897 entdeckt. Der durchschnittliche Tagesbedarf an Vitamin B1 liegt bei 1,2 mg. In der Natur kommt Thiamin/Vitamin B1 hauptsächlich in Reiskörnern, Leber und Weizenkeimen vor.
Vitamin B1 ist ein Co-Enzym, das verschiedene Spaltungsvorgänge im Kohlenstoff-Stoffwechsel katalysiert.
Mangelerscheinungen, hervorgerufen durch eine Unterversorgung mit Vitamin B1 (B1-Hypovitaminose oder im schlimmsten Fall B1-Avitaminose --> völliges Fehlen von Vitamin B1) sind Nervenentzündungen (Beriberi), Muskelschwund, Herzschwäche und Veränderungen des zentralen Nervensystems (Das Zentralnervensystem umfasst alle Neuronen des Gehirns und Rückenmarks)

Chemische Formeln des Thiamins (Vitamin B1):

- Strukturformel:
Vitamin-B1

- Summenformel: C12H17ClN4OS

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Nahrungsergänzungsmittel mit 250 mg natürlichem Vitamin B1 je Tablette




Vitamin B2

Vitamin B2, von Chemikern Riboflavin genannt, wurde im Jahr 1920 entdeckt. Es ist in Leber, Bierhefe und Leberwurst enthalten. Der tägliche Bedarf an Vitamin B2 ist im Durchschnitt mit 1,4 mg gedeckt.
Da Riboflavin (Vitamin B2) leicht reduziert bzw. oxidiert werden kann, ist es im Körper an verschiedenen Reduktions- und Oxidations-Reaktionen im beteiligt.
Bei einer Unterversorgung mit Vitamin B2 (B2-Hypovitaminose) können Gesichtsdermatitis und Bindehautentzündung auftreten.

Chemische Formeln des Riboflavins (Vitamin B2):

- Strukturformel:
Vitamin-B2

- Summenformel: C17H20N4O6

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Nahrungsergänzungsmittel mit 100 mg natürlichem Vitamin B2 à Tablette




Vitamin B3

Niacin, mit den Trivialnamen Vitamin B3 sowie Nikotinsäure, wurde 1936 entdeckt. Täglich sollte man mindestens 17 mg des Vitamins zu sich nehmen. Nikotinsäure kommt in Champignons, Puten- und Rindfleisch vor. Außerdem kann es aus der Aminosäure Tryptophan synthetisiert (hergestellt) werden, welche in Nüssen, Eidotter und Leber enthalten ist.
Vitamin B3 ist ein wichtiger Baustein des NAD (NAD=Nicotin-Adenin-Dinucleotid. NAD spielt eine entscheidende Rolle bei der Energiegewinnung in der Zelle).
Bei einer Vitamin-B3-Unterversorgung (B3-Hypovitaminose) kommt es zur so genannten Pellagra, welche durch eine Entzündung der lichtexponierten Haut (Dermatitis) gekennzeichnet ist. Weiterhin können degenerative Veränderungen (Rückbildungen) des Gehirns (auch Demenz genannt) sowie Verdauungsstörungen (Diarrhöe) entwickelt werden.

Chemische Formeln des Niacins (Vitamin B3):

- Strukturformel:
Vitamin-B3

- Summenformel: C6H5NO2

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Nahrungsergänzungsmittel mit 100 mg natürlichem Niacin je Tablette




Vitamin B5

Mit chemischem Namen heißt Vitamin B5 Pantothensäure. Vitamin B5 wurde 1931 entdeckt und der Tagesbedarf an diesem Vitamin ist mit mindestens 6 mg gedeckt. In Eiern, Sonnenblumenkernen und Leber kommt der lebenswichtig Stoff in der Natur vor.
Die Pantothensäure/Vitamin B5 ist am Stoffwechsel beteiligt, indem es einen Bestandteil des so genannten Co-Enzyms A bildet. Ebenso ist Vitamin B5 beteiligt am Auf- und Abbau von Kohlehydraten, Fetten, Aminosäuren und an der Synthese von Cholesterin. Auch an der Synthese von Stereoidhormonen ist Vitamin B5 maßgeblich beteiligt.
Mangel an Pantothensäure (B5-Hypovitaminose) kann zu Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Depressionen, tauben oder schmerzenden Muskeln, Immunschwächen, Anämie und Magenschmerzen führen.

Chemische Formeln der Pantothensäure (Vitamin B5):

- Strukturformel:
Vitamin-B5

- Summenformel: C9H16NO5

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Nahrungsergänzungsmittel mit 200 mg Pantothensäure pro Tablette




Vitamin B6

Vitamin B6 oder Pyridoxin, entdeckt im Jahr 1934, sollte täglich in einer Menge von 1,5 mg , wie auch alle anderen Vitamine, durch Nahrung oder bestimmte Nahrungsergänzungspräparate, aufgenommen werden. Enthalten ist es in höheren Konzentrationen in folgenden Lebensmitteln: Sardinen, Lachs, Pflanzenkeime und Leber.
Vitamin B6 ist wichtig für den Körper, da es am Aminosäure-Stoffwechsel (Aminosäuren sind Säuren, aus denen Proteine, also z.B. alle möglichen Enzyme im Körper gebildet werden) beteiligt ist.
Zu Mangelerscheinungen, verursacht durch eine Pyridoxin-Unterversorgung (Hypovitaminose) ist relativ selten, da es in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist. Kommt es trotzdem zu einer Unterversorgung treten Symptome wie Krämpfe ähnlich Epilepsie-Anfällen, Anämien, Nervenentzündungen und Hauterkrankungen auf.

Chemische Formeln des Pyridoxins (Vitamin B6):

- Strukturformel:
Vitamin-B6

- Summenformel: C8H10NO3

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Ergänzungsmittel mit 25 mg Pyridoxin je Tablette


Vitamin B11

Folat ist der chemische Name des umgangssprachlich unter Vitamin B11 bekannten Stoffes, der außerdem auch Folsäure genannt wird. Die Folsäure wurde 1941 entdeckt und ihr Tagesbedarf beträgt 400 µg. Vor allem in Hefe, Leber, Blattgemüse und Kuhmilch ist das wichtige Vitamin B11 enthalten.
Bei der Bildung von Nucleinsäuren (kleine Bausteine der DNA, durch welche das Erbgut der Lebewesen codiert ist. Die verschiedenen Nucleinsäuren stellen die Variablen in den DNA-Sequenzen dar.) und der Blutbildung ist Folat unentbehrlich. So sind folgende Mangelerscheinungen (B11-Hypovitaminose), wie megalozytäre Anämie (megalozytäre Anämie ist eine weitere Form der Blutarmut, die von der, z.B durch einen Vitamin-B12-Mangel verursachten, perniziösen Anämie nicht zu unterscheiden ist) und Missbildungen des zentralen Nervensystems des Phötus während der Schwangerschaft, so genannte Neuralrohrdefekte, direkt mit einer Folat-Unterversorgung in Zusammenhang zu bringen.

Chemische Formeln des Folats (Vitamin B11):

- Strukturformel:
Vitamin-B11

- Summenformel: C19H14N7O6

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Supplement mit 400 µg Folsäure à Tablette




Vitamin B12

Vitamin B12 trägt die chemische Bezeichnung Cobalamin und wurde im Jahr 1926 entdeckt. Empfohlen ist die tägliche Aufnahme von 3 µg. Vitamin B12 ist ausschließlich (bis auf die Pflanze Sanddorn) in tierischen Produkten enthalten, vor allem aber in Camembert, Leber, Lachs (Vorsicht: Vegetarier und vor allem Veganer sollten über die Einnahme von entsprechenden Vitamin-B-Präparaten nachdenken, empfehlenswert ist hier ein Vitamin-B-Komplex-Präparat).
Cyanocobalamin ist an vielen Fett-, Nukleinsäure- und Kohlenhydrat-Stoffwechselreaktionen beteiligt. (Nukleinsäuren sind Hauptbestandteile der DNA, also des Stoffes auf dem die Gene kodiert sind, wodurch er die Informationen aller erblich bedingten Merkmale eines Lebewesens, wie z.B. die Haarfarbe vorgibt). Vor allem aber für die Erythropoese (also der Bildung roter Blutkörperchen) ist Vitamin B12 unentbehrlich.
Eine Vitamin-B12-Hypovitaminose (Unterversorgung) geht mit perniziöser Anämie einher. (Bei perniziöser Anämie entstehen anstatt der normalen Erythrozyten - also roten Blutkörperchen - so genannte Megalozyten, bei deren Bildung zahlreiche Zellteilungsschritte unterbleiben, wodurch sie nicht richtig ausgebildet sind und im Vergleich zu normalen roten Blutkörperchen zu viel Hämoglobin enthalten. Durch diese Veränderungen der Stoffwechselprozesse ist die Zahl der ins Blut abgegebenen Blutkörperchen vermindert und es kommt zu Blutarmut -> Anämie).

Chemische Formeln des Cyanocobalamins (Vitamin B12):

- Strukturformel:
Vitamin-B12

- Summenformel: C63H88N14O14PCo

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Nahrungsergänzungsmittel mit 1.000 µg natürlichem Vitamin B12 je Tablette


Vitamin C

Vitamin C oder chemisch Ascorbinsäure genannt, wurde 1912 entdeckt. Der Tagesbedarf an Vitamin C beträgt durchschnittlich 100 mg. Enthalten ist Ascorbinsäure in Obst und Gemüse, besonders reichlich jedoch in Sanddorn, Paprika, Hagebutten und Zitrusfrüchten.
Vitamin C kann schnell reversibel (umkehrbar) oxidiert und reduziert werden und ist deshalb ein wichtiges Redox-Agens vieler Reaktionen im Stoffwechsel. Ascorbinsäure/Vitamin C unterstützt die Bildung von Hormonen in den Nebennieren, hilft bei der Kollagenbildung und regt die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) zu Wachstum und Teilung an. Weiterhin dichtet es Kapillaren (sehr feine Verästelungen der Blutgefäße) ab, bringt viele Metallionen (z.B. das Eisen-Kation, benötigt für die Bildung des Hämoglobins) in eine für den Körper verwendbare Form.
Eine Mangelerscheinung bei C-Hypovitaminose (Unterversorgung) ist Skorbut, eine Krankheit, die durch Zahnausfall, Müdigkeit, Blutungen, Infektanfälligkeit und Muskelschwäche gekennzeichnet ist.

Chemische Formeln der Ascorbinsäure (Vitamin C):

- Strukturformel:
Vitamin-C

- Summenformel: C6H7O6

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Nahrungsergänzungsmittel mit 500 mg gepufferter Ascorbinsäure pro Tablette


Vitamin D

Vitamin D besitzt den chemischen Namen Calciferol und ist seit dem Jahre 1918 bekannt. Täglich sollte man 5 µg Vitamin D zu sich nehmen. Calciferol kommt in Fischleber, tierischem Fettgewebe, Lebertran und Eiern vor. Anders als bei allen anderen Vitaminen, kann der Körper Vitamin D aus Cholesterin selbst herstellen. Aus Cholesterin wird in der Haut unter UV-Einstrahlung, welches die Reaktion in Gang setzt, eine Vorstufe des Vitamin D synthetisiert (gebildet), welche dann in Niere und Leber in die wirksame Form umgewandelt wird. Im Sommer reicht dazu ca. eine halbe Stunde Sonneneinstrahlung täglich. Im Winter ist jedoch, zumindest in unseren Breitengraden, eine Versorgung des Körpers mit Vitamin D über die Nahrung nötig.
Calciferol/Vitamin D hilft u.a. beim Knochenaufbau, indem es auf den Kalzium-Stoffwechsel wirkt und so den Kalziumspiegel im Blut erhöht.
Mangelerscheinungen bei einer Unterversorgung mit Vitamin D (D-Hypovitaminose) sind vor allem eine abnorme Weichheit der Knochen, wodurch bei Erwachsenen Osteoperose und bei Kindern Rachitis (Knochenverbiegungen) auftreten.

Chemische Formeln des Calciferols (Vitamin D):

- Strukturformel:
Vitamin-D

- Summenformel: C27H18O

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Supplement mit 200 I.E. Cholecalciferol à Tablette




Vitamin E

Tocopherol, besser bekannt als Vitamin E, wurde 1922 entdeckt. Der Tagesbedarf wird von der DGE als gedeckt angesehen. Vitamin E kommt in der Natur hauptsächlich in Getreidekeimen, Blattgemüse und Pflanzenölen vor.
Viel ist über Tocopherol/Vitamin E bisher noch nicht bekannt. Sehr wahrscheinlich fungiert es im Körper jedoch als Antioxidans (Antioxidanzien verhindern die Bildung freier Radikale im Körper. Freie Radikale sind Atome, denen ein Elektron aus der Außenschale fehlt.)
Bei manchen Tieren übernimmt Vitamin E Aufgaben in der Steuerung der Keimdrüsen und wird daher auch Antisterilitätsvitamin genannt.
Mangelerscheinungen sind beim Menschen bisher nicht bekannt.

Chemische Formeln des Tocopherols (Vitamin E):

- Strukturformel:
Vitamin-E

- Summenformel: C29H50O2

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Supplement mit 200 I.E. E-Vitamin-Gammakomplex je Kapsel


"Vitamin H"

Die Bezeichnung "Vitamin H" existiert korrekterweise nicht, statt dessen nennt man dieses Vitamin Biotin. Im Jahre 1931 entdeckt, ist Biotin eines der wichtigsten Stoffe, die der Mensch über die Nahrung zu sich nehmen muss. Der tägliche Bedarf an Vitamin H ist mit ca. 60 µg gedeckt. Vitamin H ist in fast allen tierischen und pflanzlichen Zellen vorhanden. Besonders reichlich jedoch in Hefe, Eigelb und Leber.
Biotin/Vitamin H übernimmt im Körper eine wichtige Funktion in vielen Stoffwechselreaktionen, indem es Kohlenstoffgruppen von einem Reagens auf ein anderes überträgt. So ist Vitamin H besonders für die Haut- und Haarbildung untentbehrlich.
Daher ergeben sich auch Mangelerscheinungen wie Bindehautentzüngungen, Entzündungen der Haut und Haarausfall.

Chemische Formeln des Biotins ("Vitamin H"):

- Strukturformel:
Vitamin-H

- Summenformel: C10H16N2O3S

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Ergänzungsmittel mit 300 µg Biotin à Tablette




Vitamin K

Phyllochinon, besser bekannt unter dem Namen Vitamin K, wurde 1929 entdeckt. Die DGE hat den Bedarf an Vitamin K auf ca. 80 µg pro Tag geschätzt. Phyllochinon kommt in Blattgemüse und besonders in Kohlsorten vor.
Phyllochinon wird Vitamin K genannt, da es eine ausgleichende Wirkung auf die Blutgerinnung hat (und damit das Koagulations-Vitamin ist). Vitamin K wirkt sich auf die Blutgerinnung aus, indem es sie beschleunigt, das heißt eine frühere Gerinnung ermöglicht. Phyllochinon/Vitamin K hat eine therapeutische Anwendung z.B. bei Marcumar©-Patienten. Marcumar© ist ein Medikament, das die Blutgerinnung verlangsamt, indem es das Blutserum verdünnt. Vitamin K oder Phyllochinon hebt diesen Effekt auf, da es den Blutgerinnungs-Faktor erhöht und das Blut so schneller gerinnen lässt. Haben Marcumar©-Patienten oder andere Patienten mit erniedrigtem Gerinnungsfaktor (z.B. Bluter) eine offene Wunde aus der Blut ausströmt, ohne dass das Blut gerinnt und so Verblutungsgefahr besteht, bekommen die entsprechenden Patienten Vitamin K zugeführt, das die Blutgerinnung beschleunigt und so ein Verbluten vorbeugt.
Da Vitamin K fast zu 50%, durch Bakterien, im Darm gebildet wird, ist ein Mangel eher selten. Kommt es aber zu einem Mangel an Vitamin K, tritt eine Verlängerung der Blutgerinnung ein. Bei Säuglingen kann es zu Hirnblutungen kommen. Verdauungsstörungen, chronische Lebererkrankungen und Blutungen in verschiedenen Geweben und Organen, wie beispielsweise an der Nasenschleimhaut, im Magen-Darm-Trakt und in der Muskulatur, sind möglich.

Chemische Formeln des Phyllochinons (Vitamin K):

- Strukturformel:
Vitamin-K

- Summenformel: C31H46O2

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Nahrungsergänzungsmittel mit 100 µg Phyllochinon je Tablette




 

Falls Ihnen auf dieser Stelle wichtige Informationen fehlen, Sie Fehler gefunden, oder sonstige Verbesserungsvorschläge haben, schreiben Sie bitte an: info@vitamine-lexikon.de.

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