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Vitamin A (Retinol)
Vitamin A ist eine Bezeichnung für Verbindungen,
die die volle Wirksamkeit von Retinol und seinen Estern besitzen.
So sind z.B. Retinol selbst und ca. 50 Carotinoide dem Begriff Vitamin
A zuzuordnen. Vitamin A ist fettlöslich und wird bei ausreichender Fettversorgung zu ca. 80% resorbiert (Resorption = Aufnahme von Stoffen in biologischen Systemen). In der Nahrung liegen meist Retinylester vor, welche im Darm hydrolisiert (Hydrolyse = Spaltung einer chem. Verbindung unter Anlagerung eines Wassermoleküls.) und von Enterocyten (Darmepithelzellen) aufgenommen werden. Danach wird das Vitamin A zur Leber transportiert, wo dann ca. 50-80% gespeichert werden. |
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Erneut hydrolysiert kann Vitamin A in Form von Retinol
aus der Leber freigesetzt und in jede Zelle des Körpers transportiert
werden, in welchen es hauptsächlich zu Retinaldehyd und zum Teil
weiter zu Retinsäure oxidiert wird.
Funktionen des Vitamin A im Körper Retinol und verwandte Verbindungen wirken sich auf
die Hämatopoese (Bildung und Reifung von roten Blutkörperchen
im Knochenmark) aus, indem es zu einer vermehrten Freisetzung
von roten Blutkörperchen führt. Vitamin A übernimmt
Aufgaben bei Oogenese (Eireifung im Eierstock) und Spermatogenese
(Reifung der Spermien). Auch bei der Entwicklung der Plazentra
und des Embryos und des Epithels (Sammelbegriff für Deck-
und Drüsengewebe) spielen Vitamin-A-Verbindungen eine entscheidende
Rolle. Daher sind Entwicklung, Wachstum und Fortpflanzung von
einer ausreichenden Vitamin-A-Zufuhr abhängig. Außerdem
ist Vitamin A für das Funktionieren von Sehen, Hören,
Riechen und Schmecken essentiell. In Verbindung mit einem Protein
namens Opsin bildet Vitamin A das Rhodopsin (Sehpurpur, ein Stoff
der beim Sehvorgang die zentrale Rolle spielt), welches in den
Zapfen und Stäbchen der Netzhaut eingelagert ist. Erste Anzeichen eines Vitamin-A-Mangels sind trockene
und schuppige Haut sowie Sehstörungen (z.B. Nachtblindheit).
In späteren Stadien kann es zu erhöhter Infektanfälligkeit,
vor allem für Lungenentzündungen, Appetitverlust, Geschmacks-
und Hörstörungen, verminderte Fertilität (Fruchtbarkeit),
frühkindliche Missbildungen, Wachstumsstörungen,
Gewebeschäden, Atemweg- und Durchfallerkrankungen bis
hin zm Tod kommen. In tierischen Lebensmitteln ist Vitamin A insbesondere
in Leber, Milch und Milchprodukten, sowie Eigelb, Käse und
Fisch in Form von Retinylestern enthalten. Der tägliche Bedarf an Vitamin A beträgt
ca. 1 mg (ca.3300 I.E. = internationale Einheiten), errechnet
anhand der Aufnahme von Retinol. Die Wirksamkeit von einem
µg Retinol entsprechen der von 2 µg beta-Carotin.
Der tägliche Bedarf wäre also durch entweder 1 mg
Retinol, 2 mg beta-Carotin oder durch eine bestimmte Menge von
beiden Stoffen, z.B. 0,5 mg Retinol und 1 mg beta-Carotin
gedeckt. Nahrungsergänzungsmittel
mit 10.000 I.E. Vitamin A (unter "Kategorien" -> "Vitamine") Die Aufnahme hoher Mengen Vitamin A erzeugt ein charakteristisches
Toxizitätsbild (Hypervitaminose A). Eine akute Hypervitaminose
A kann ab einer einmaligen Aufnahme von etwa 500 mg RE bei Erwachsenen,
100 mg RE bei Kindern und 30 mg RE bei Kleinkindern auftreten. Symptome
äußern sich in Kopfschmerzen, starker Müdigkeit, Übelkeit
und Papillenödemen (Austritt von Flüssigkeit in Gewebezwischenräume
führen zu warzenförmiger Erhebung in der Haut oder Schleimhaut).
Nach 24 Stunden tritt eine massive Schuppung der Haut ein. Außerdem
führt eine zu hohe Vitamin-A-Aufnahme zu einer Verringerung der
Knochendichte. |
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Vitamin A (Retinol) | Vitamin B1 (Thiamin) | Vitamin B2 ("Riboflavin") | Nikotinsäure (Niacin / Vitamin B3) | Pantothensäure (Vitamin B5) | Folsäure (Folat / Vitamin B11) | Vitamin B12 ("Cobalamin") | Vitamin C (Ascorbinsäure) | Vitamin D (Calciferol) | Vitamin E (Tocopherol) | Biotin (fälschlich "Vitamin H") | Vitamin K (Phyllochinon) | Nahrungsergänzungsmittel bestellen/kaufen, natürliche Vitamine (hochdosiert und hochwertig) | Andere Produkte (Muskelaufbaupräparate, Supplemente) |
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